Aquakultur:
Bauernhof der Fische

Wasserfarmen als nachhaltige Lösung mit Blick auf die Überfischung weltweiter Gewässer.

Was sind Aquakulturanlagen?

Als Aquakultur bezeichnet man die kontrol­lierte Aufzucht von Tieren, welche im Wasser leben; vor allem Fische, Muscheln, Krebse und Algen. Im Gegensatz zum Wildfang gehören diese Fische von Beginn an jemandem und können daher wie Tiere auf einem Bauernhof einem Besitzer zugeordnet werden. Daher wird die Aufzucht von Fischen in Aquakulturen häufig auch als Aquafarming bezeichnet.

Solche Wasserfarmen können in ihre natürliche Umgebung hineingebaut werden, beispielsweise mit Netzgehegen im Meer oder als Teichwirtschaft betrieben, – oder sie werden künstlich in geschlossenen Kreislaufsystemen erstellt. Aquakultur wird als nachhaltige Lösung mit Blick auf die Überfischung der weltweiten Gewässer und die steigende Nachfrage nach Fisch als Nahrungsgrundlage verstanden.

Wie funktioniert Aquakultur?

Aquakulturen, losgelöst vom ökologischen Kreislauf, in einem geschlossenen Kreislaufsystem: Das ist es, was die KM Seafood in einem alten Industriegebäude in Kirschau praktiziert.

Der Vorteil einer solchen Kreislaufanlage: Fische können mehrheitlich isoliert von der Umwelt reproduziert werden. Damit können nicht nur die Tiergesundheit und die Produktqualität über das ganze Jahr hinweg sichergestellt, sondern auch der CO2-Ausstoß niedrig gehalten werden.

Aquakultur an sich ist keine neue Erfindung. Die Zucht und Mast von Fischen in solchen Anlagen genießen aber nicht in jedem Land den gleichen Stellenwert. In Mitteleuropa wird aktuell wild gefangener Fisch bevorzugt. In China hingegen ist die Aquakultur weit verbreitet und hat eine jahrtausendealte Tradition.

Nach Schätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kommt heute bereits jeder zweite Fisch aus einer Aquakulturanlage. Grund für dieses Wachstum sind sicherlich das gestiegene fachliche Know-how sowie die technischen Entwicklungen der letzten Jahre.

Was ist das Ziel unserer Wertschöpfungskette?

Der Prozessgedanke der KM Seafood ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Produktion über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Dazu gehört unter anderem:

  • Betrieb der Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Verwendung von Wasser- und Wärmerückgewinnungsanlagen
  • Verarbeitung von Rückständen im Wasser zu Pflanzendünger
  • Weiterverarbeitung von Schlachtnebenprodukten zu Tierfutter


Was wir genau meinen, wenn wir von unserer Wertschöpfungskette sprechen, haben wir in einem kurzen Animationsvideo für Sie zusammengefasst.